Der Rosenkranz – ein Gebetsschatz für das ganze Leben

Rosenkranz als GeschenkEin besonders aussagekräftiges und zeitloses Geschenk zur Taufe, welches das Taufkind ein Leben lang begleitet, ist ein Rosenkranz. Er kann gleichzeitig Taufschmuck und Andachtsgegenstand sein und bietet die Gelegenheit, mit der Aufnahme des Christen in die Gemeinschaft der Gläubigen auch das Kennenlernen der christlichen Grundgebete zu verbinden. Dieser Andachtsgegenstand ist also nicht nur ein fein gearbeitetes, ansprechendes Geschenk, sondern bietet gleichzeitig Gelegenheit, gemeinsam eine alte Gebetstradition aufzugreifen und über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Gerade für Eltern und Paten eignet sich ein Rosenkranz gut als Taufgeschenk, da sie dem Täufling besonders nahe stehen und seinen Glaubensweg begleiten.

 

Gebetskette mit langer Tradition

Wie in vielen anderen Religionen auch, entstand im Christentum schon in den ersten Jahrhunderten der Brauch, oft wiederholte Grundgebete anhand von Steinchen oder Perlen abzuzählen, die an einer Schnur aufgereiht wurden. Vor allem in der Ostkirche verbreiteten sich die Gebetsketten und der damit verbundene Ritus.

Im Mittelalter wurde die Gebetskette mit der Marienverehrung verbunden, und es entstand der deutsche Name des Rosenkranzes (von lat. ‚rosarium‘, ‚Rosengarten‘), denn die Rose gilt als die Pflanze, die der Muttergottes zugeordnet ist. Als Perlenkranz hat die Gebetskette eine geschlossene Form und symbolisiert damit das nie endende Gebet und die ewige Verbindung zwischen Gott und Mensch.

Meditative Betrachtung des Lebens von Jesus Christus

Unterschiedlich große Perlen stehen beim Rosenkranz für die wichtigsten Gebeten des Christentums. Die klassische Gebetskette des Rosenkranzes besteht aus fünf Perlengruppen, vier Anfangsperlen und einem Kreuz. An zehn kleinen Perlen wird jeweils ein Ave Maria gebetet, an jede Zehnergruppe schließt sich ein Gloria Patri (Lobpreis) an, und dann folgt ein Vaterunser an der großen Perle.

Die fünf Perlengruppen werden jeweils auch als Gesätz bezeichnet, weil die Sätze des Ave Marias jeweils durch die Betrachtung zu einer wichtigen Station des Lebens Jesu (Leben, Sterben und Auferstehung) ergänzt werden. Je nach Themenkreis der Stationen wird das gesamte Rosenkranzgebet dann beispielsweise als ‚freudenreich‘, ‚schmerzensreich‘, ‚glorreich‘ oder lichtreich bezeichnet (so die Grundformen, die weiter ergänzt werden können). Eingeleitet werden die fünf Gesätze durch das Glaubensbekenntnis, das an dem Kreuz gebetet wird, und drei hinführende Ave Maria, für die drei Extra-Perlen stehen.

Persönliches und gemeinsames Gebet im Alltag

Das Rosenkranzgebet hat sich als Gebetsform für den Alltag vor allem über die christliche Volksfrömmigkeit verbreitet. Während in den Klöstern und Kirchen mehrmals täglich das Psalmengebet gesprochen wird, das Christen überall auf der Welt vereint, ist das Rosenkranzgebet an kein Buch und keinen Ort gebunden. Zu jeder Zeit und an jedem Ort kann es komplett oder in einzelnen Abschnitten von jedem Christen und jeder Christin gebetet werden, da die Grundgebete, das Vaterunser, das Ave Maria und das Gloria Patri („Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, …“) allen bekannt sind.

Das gemeinsame Rosenkranzgebet stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schenkt Geborgenheit. Im individuellen Gebet gibt das Beten des Rosenkranzes Halt und beruhigt. Gerade das Rosenkranzgebet ist eine sehr persönliche Gebetsform, die je nach der eigenen Situation variiert werden kann.

Die Betrachtung und die Wiederholung der Gebete machen diesen Gebetsritus zu einer Meditation, die Ruhe, Trost und Zuversicht spenden kann. Auch neueste wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch den Gebetsrhythmus die Atmung verlangsamt wird, was zu einer tiefen Entspannung führt.

Weil im Rosenkranzgebet das Leben Jesu aus der Sicht seiner Mutter Maria betrachtet wird, ist diese Gebetsform vor allem in der katholischen Kirche verbreitet, in der die Marienfrömmigkeit stärker ausgeprägt ist. Doch auch unter den evangelischen Christen hat diese alte Tradition durchaus ihre Anhänger. Zudem gibt es auch ökumenische Varianten dieser Andachtsform.

Vielfältige Formen und Materialien

Bei der Anordnung und Größe der Perlen für die einzelnen Gebete und der Auswahl von Farbe und Material gibt es viele Variationen. Sehr beliebt sind Rosenkranzketten mit Edelsteinen oder Perlen. Die Auswahl eines edlen Materials gibt dem Geschenk einen bleibenden materiellen Wert und macht den Taufschmuck besonders zeitlos. Sicher spielen auch persönliche Vorlieben eine Rolle, wie die Auswahl einer bestimmten Farbe oder eines bestimmten Edelsteins.

Das Kreuz des Rosenkranzes kann ebenfalls eher schlicht gestaltet, aus einfachem Metall oder Holz gearbeitet oder aus Edelmetall und zusätzlich verziert sein. An vielen Rosenkränzen befindet sich eine Medaille, die das Bild der Muttergottes, eines Namenspatrons oder eines Schutzengels zeigt.

Gerade für Kinder gibt es eine große Auswahl an Rosenkränzen aus Holz. Meist haben die Perlen hier unterschiedliche Farben und lassen sich damit leicht den einzelnen Gebeten zuordnen. Holzrosenkränze haben als schlichte und sehr haltbare Variante in der Kirche eine lange Tradition.

Kleine Rosenkränze können als Armband oder als Ring getragen werden. Als Armband werden die Perlen für nur ein Gesätz zusammengestellt, das dann fünfmal wiederholt werden kann. Die kompakteste Form des Rosenkranzes ist der Fingerrosenkranz oder Rosenkranzring. Dies kann eine kleine Kette mit den zehn Perlen eines Gesätzes und einem Kreuz sein, oder ein fester Ring, bei dem die Perlen und das Kreuz als mehr oder weniger deutliche Erhebungen aufgebracht sind. Auch hier gibt es elegantere Ausführungen, die eher einem Schmuckring gleichen und einfache Formen für den täglichen Gebrauch. Gerade für unterwegs, zum Beispiel auf Reisen oder bei Wallfahrten ist ein Fingerrosenkranz praktisch. Er kann, wie auch das Armband, am Körper getragen werden. Fingerrosenkränze sind als Geschenk zur Taufe eher für Erwachsene geeignet.

So unterschiedlich wie die Rosenkränze selbst sind auch ihre Verpackungen. Für ein Taufgeschenk soll vielleicht auch die Verpackung hochwertig sein. Hier empfehlen sich fein gearbeitete Schatullen oder kunstvoll verzierte Schmuckdosen. Meist werden Rosenkränze jedoch in kleinen Beuteln oder Etuis aufbewahrt, die aus Kunststoff, Leder, Stoff, Filz oder Samt sein können.

Es gibt so viele verschiedene Arten von Rosenkränzen, dass sie sehr individuell ausgewählt werden können. Daher ist die Gebetskette für Mädchen und Jungen, aber auch für Erwachsene ein Taufgeschenk oder ein Taufschmuck von bleibendem persönlichem Wert.

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Taufgeschenk
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Rosenkranz