Welche Aufgaben haben Taufpaten

Die Taufe ist im Leben eines Menschen einer der ersten großen Schritte. Natürlich ist es hier ganz besonders wichtig, dass Familie und Freunde ebendieser anwesend sind. Auch das Benennen der Taufpaten ist eine ernstzunehmende Angelegenheit. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Was sind die Aufgaben, wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert und welche Unterschiede gibt es diesbezüglich zwischen Evangelischer und Katholischer Kirche?

Taufpate und dessen Aufgaben im Wandel der Zeit

Damals begleiteten Paten erwachsene Menschen, die sich um eine Taufe bewarben. Sie mussten die Taufbewerber begleiten und bei den Vorbereitungen unterstützen. Zudem bürgten sie dafür, dass die Bewerber tatsächlich christlich waren. Bei Kindern sollten sie dafür sorgen, dass diese christlich erzogen wurden. Sie sollten dafür sorgen, dass der Getaufte zum Glauben fand und diesen auch lebte, sollten für ihn beten und wurden stets von den Eltern benannt.

Auch heute werden Taufpaten noch von den Eltern benannt und haben grundlegend dieselben Verpflichtungen. Doch mittlerweile wird dies nicht mehr so ernst genommen, obwohl noch immer ein Patenschein ausgestellt wird. Heute sind Paten eher Onkel und Tante, welche zu besonderen Gelegenheiten sowie Jahrestag der Taufe vorbeikommen und Geld oder Geschenke bringen.

Evangelische Kirche

In der Evangelischen Kirche gibt es oft nicht nur einen Paten, sondern auch mehrere. Das Amt endet mit der Konfirmation des Täuflings. Paten sollen, mit den Eltern zusammen, leitend und als Vorbilder wirken, um den Täufling auf den rechten, christlichen Weg zu führen. Solch ein Pate steht einem lediglich zu, wenn man unter 14 ist.

Katholische Kirche

In der römisch-katholischen Kirche ist ein Taufpate ebenfalls Begleiter und Vorbild, welcher den Täufling gemeinsam mit den Eltern lehren soll, christlich zu leben. Bis 1983 war ein Pate jedoch ein „geistlicher Verwandter„, was ein Ehehindernis bedeutete. Die Bindung endet nie, sondern hält ein Leben lang an.